Auch wenn die Phrase langsam alt wird – Wie kann es schon Oktober sein?! In einer Wochen beginnt das neue Semester und ich will doch noch so viele Bücher lesen! (Wie endlich mal die Throne of Glass Reihe beenden, fehlen ja nur noch 2 ½ Bücher und alle Weitseher-Chroniken UND Lord of Shadows!) Manchmal vermisse ich die eintönigen Tage meiner Schulzeit, wo ich mich nur um Hausaufgaben und ein aufgeräumtes Zimmer kümmern musste wirklich sehr. Gerade dann, wenn dir die Zeit davon läuft. Sobald man von Zuhause auszieht gibt es plötzlich so viel mehr, was man täglich erledigen und bedenken muss (Essen, saubere Wäsche, Essen, Rechnungen!), dass die Zeit nur so rast. Und gerast ist der September.


The Darkest Legacy – Alexandra Bracken

Mein Monat hätte mit keinem besseren Buch beginnen können. Wenn die Vorbestellungs-Goodies nicht bei mir angekommen wären, hätte ich dieses Buch wohl noch eine ganze Weile aufgeschoben, weil ich es sozusagen *flüstert* vergessen hatte. (Als ich die Post aus den USA aus dem Briefkasten geholt habe, habe ich mich panisch gefragt ob da a) eine Briefbombe drin ist oder b) ich irgendwas bestellt und dann vergessen habe.) Hier erzählt Zu die Geschichte und berichtet von ihren Erfahrungen in der Welt der Psi nach In the Afterlight. Denn die Welt ist keinesfalls perfekt geworden, vielmehr ist das totale Gegenteil eingetreten. Den Psi werden kontinuierlich mehr Recht entzogen, einzig weil sie so mächtig sind und Zu beginnt das Buch als Sprachrohr der Regierung. Wieder beweist die Autorin wie gut ihre Bücher auf die aktuelle politische Lage übertragen werden können, ich war hin und weg und habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. (Mein armer Papa musst oftmals mit den Mahlzeiten auf mich warten, weil ich dieses Kapitel noch beenden musste, hehe.) Sobald ich In the Afterlight erneut gelesen und rezensiert habe, kommt diese Rezension, weil dieses Buch AWESOME ist.

Save Us – Mona Kasten

Tjahaaaa. Der abschließende Teil der Maxton-Hall-Reihe ist bereits rezensiert, dennoch will ich ein paar Worte dazu schreiben. Ich mochte, dass die Autorin das erwartete Schema aufgebrochen hat, den Figuren Raum und Zeit gegeben hat sich zu entwickeln. Obwohl manche Erzählperspektiven wirkten, als wenn sie keinen Zweck hatten, mochte ich sie dennoch, weil ich die Figuren mochte. Für mich war es ein toller Abschluss, dennoch werde ich wahrscheinlich keine ähnlichen Romane mehr lesen wollen, das ist mir einfach zu viel künstliches Drama.

Kein Kuss wie dieser – Tanja Voosen

Es ist lange her, dass ich etwas von Tanja Voosen gelesen hatte, aber nach den vorherigen aufwühlenden Büchern brauchte ich etwas leichteres. Ich gebe zu, dass ich die Protagonistin Jessa manchmal nicht verstanden habe, sie ist mir persönlich zu viele unnötige Risiken eingegangen und war manchmal etwas unreif, so cool und schlagfertig sie sonst auch war. Ein tolles Buch für zwischendurch, aber ich denke Emily Lives Loudly können wenige Bücher übertreffen.

Das Gold von Caxamalca – Jakob Wassermann

September war auch der Monat, in dem ich meine erste Hausarbeit begonnen habe und mein Primärtext, den ich zu untersuchen habe, ist dieser hier. Recht grausam und sinnlos wird die Eroberung des Inkareiches durch die Spanier im 16. Jahrhundert beschrieben, was vor allem durch ihre Gier nach Gold geprägt war. Je länger ich mich mit dem Buch beschäftige, desto spannender wurde es, jedoch kann man wirklich jedes Buch totanalysieren. Auf Seiten der Spanier ist das Buch tatsächlich sehr akkurat, wer also Lust auf ein bisschen Geschichte hat, der kann da gerne mal reinschnuppern, es hat auch nur knapp 60 Seiten.

Ein Sommer auf gut Glück – Morgan Matson

Dieses rund 700 Seiten starke Buch war mein erster Roman der Autorin und ich mochte ihn sehr. Obwohl Andie und Clark als das Liebespaar im Klappentext betont werden, ist diese Geschichte auch sehr durch Freundschaft und Familie geprägt, da Andie mit ihrem Politiker-Dad in den letzten Jahren wenig ehrlichen Kontakt hatte. Auch ihre Freundinnengruppe steht in dem Buch einigen Problemen gegenüber und allgemein läuft wenig so, wie Andie sich das gedacht hat. Ich mochte sehr, wie realistisch das Buch war, wie Andie sich in ihre Fehler verstrickt hat und daraus lernen musste. Es ist recht gemächlich, aber Sommertage sind ja öfter mal träge, weswegen es perfekt zu einem Tag am Pool passt (An manchen Tagen könnte man das ja noch im Oktober machen). Meine Rezension dazu gibt es hier.

Redwood Love: Es beginnt mit einem Blick – Kelly Moran

Das ist Dank des #Litnetzwerkes mein wohl meist gelesener und kommentierter Beitrag im Monat gewesen (Vielen Dank!) und ich habe das Buch geliebt. Meine Rezension dazu ist online und ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen. Es ist eine Geschichte die ohne viel Drama, dafür mit vielen Tieren auskommt und nebenbei auch noch Autismus sehr schön darstellt.

Wicker King – Kayla Ancrum

Ein Buch, das Ende September in aller Munde war und das definitiv verdient hat. Meine vielleicht-nicht-super-ausführliche-dafür-sehr-emotionale-Rezension dazu findet ihr hier, lest es bitte! Hier geht es um Mental Health, Freundschaft und so viel mehr, dass mir die Luft weggeblieben ist, so komplex war das Buch. (Und tagelang konnte ich es nicht vergessen, so sehr hat es mich beeindruckt und auch erschreckt.)

Das steinerne Schloss – Anna Weydt

Dieses Buch muss wohl mein Flop des Monats sein. Es war nicht schlecht, hat aber meinen Ansprüchen nicht genügt. (Was leider nicht ganz seine Schuld war, ich habe parallel Herr der Ringe gelesen und damit kann selten ein Buch mithalten.) Es war mir zu stereotypisch, zu vorhersehbar und wenig originell. Trotz der Supernatural-Atmosphäre haben mir immer wieder Erklärungen und Hintergründe gefehlt und ich war beim Lesen einfach unzufrieden. Mehr dazu in meiner Rezension, wenn es euch interessiert.

Die Gefährten – J. R. R. Tolkien

Nachdem meine kleine Schwester im August Herr der Ringe angefangen hat (Mit 14!), musste ich natürlich mitziehen, allerdings ist aus meinem geplanten schwesterlichen Read-a-thon nichts geworden, weil sie viel schneller fertig war, als ich. Hrmpf. Obwohl ich die erste Hälfte der Gefährten rasch weglesen konnte, musste ich dann für die Uni immer wieder unterbrechen und irgendwann habe ich mich nicht mehr getraut, das Buch aufzuschlagen, weil ich mich festlesen könnte. Denn ich liebe Tolkiens Schreibstil und Weltenbau total (Egal was ihr über Hobbits sagt, ich finde die 30 Seiten zu Beginn großartig und könnte stundenlang – naja, nicht ganz – von ihrem gemütlichen Leben lesen.) und bin gerade sehr sauer, dass man für die Filme die Hobbits wesentlich dümmer gemacht hat, als sie im Buch waren. Allgemein fand ich all die neuen Details, die das Lesen mit sich brachte wunderbar, so eine Welt will ich auch mal erschaffen. Ich freue mich schon sehr darauf die Gefährten in Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs wiederzusehen, aber das muss wohl noch ein Weilchen warten, weil ich so viel anderes zu tun/lesen habe. Vielleicht an Weihnachten … oder Silvester.


Ich habe den Monat mit einem kurzen Urlaub mit meinem Papa und dem Wohnmobil begonnen und es war wunderschön – und ließ viel Zeit zum lesen. Ich habe zu viel über Geschichte und Kriegsmaschinerie des zweiten Weltkrieges gelernt (Es gibt nichts gruseligeres als einen funktionierenden Panther-Panzer! Die Jungs und Männer die das grinsend betrachtet haben, hätte ich am liebsten geschlagen, weil all den Toten des 2. WK das bestimmt nicht zum grinsen war, als so ein Ding in ihr Dorf gerollt ist. Sie quietschen übrigens fürchterlich.), Mamma Mia 2 im Kino gesehen und die Stunts in Mission Impossible zu schätzen gelernt (Aber auch nur die Stunts, Figuren und Handlung sind eher mäh). Wieder in meiner WG habe ich mich mit meiner ersten Hausarbeit befasst, einen neuen Job angenommen und eine Leberfleck-OP für Januar vereinbart. Yippie, man wird mir am Kopf rumschnippeln! September war also vollgepackter als von mir geplant und deswegen bin ich mit meinen gelesenen Büchern doch sehr zufrieden (7 Printbücher und 2 eBook). Wie habt ihr den Herbst eingeläutet?

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