Es ist gerade eigentlich zu spät, um einen Beitrag zu tippen und ich könnte meine Zeit wesentlich effektiver nutzen (Wie zum Beispiel für die Uni lernen.), aber ich finde die Aktion von Steffi von angeltearz liest so toll und suche schon lange nach einer Ausrede, um einen solchen Beitrag zu schreiben. ^^‘ Und als der 100. Beitrag auf diesem Blog erscheint es mir recht passend mich nochmal etwas vorzustellen. Unter dem Hashtag #duunddeinblog können Blogger*innen sich vorstellen, als Person hinter dem Blog in Erscheinung treten und einmal kurz ihre Erfahrungen und Ansichten schildern. Ich finde das toll, weil man selten die Möglichkeit zu sowas bekommt, ohne als Miesepeter abgestempelt zu werden.

Die Fragen

Wer bist du? Stell dich vor!

Friederike – oder auch Frizzi – ist eine Person, die auch nach 21 Jahren ihre Haare nicht zu bändigen weiß, in ihrem Freundeskreis immer die Kleinste ist, und konstant geduzt wird, weil sie ein sehr kindliches Gesicht hat. (Was sie tierisch nervt.) Geschichten (weiter-)erzählen tue ich, seit ich denken kann, erst mit 13 habe ich aber angefangen zu schreiben und mittlerweile befürchte ich, dass aus mir keine veröffentlichte Autorin werden wird. (Dazu komme ich zu selten zum Schreiben und habe auch keine neuen Ideen mehr.) Ich halte mich für einen verständnisvollen Menschen, grundsätzlich versuche ich erst über Personen zu urteilen, wenn ich sie ein bisschen kenne und selten denke ich wirklich schlecht von jemandem. Außer vielleicht von Trump, von dem kann man nur schlecht denken. (Selbst den toxischen Leuten aus der Schulzeit kann ich nicht so wirklich böse sein.) Ich vertraue trotz vieler Versicherungen meiner Lehrer, Dozenten und Eltern selten auf meine Fähigkeiten und bin immer wieder überrascht, wenn mich jemand lobt. Ich bin sehr lebhaft mit meiner Mimik und Gestik und kann Menschen ganz gut zum Lachen bringen, gleichzeitig gehe ich in Gruppen unter, weil ich mich nicht gerne in den Mittelpunkt dränge. Ich liebe meine drei Geschwister (zwei jüngere Schwestern, ein älterer Bruder), bin aber emotional etwas unbeholfen und verteile Umarmungen nur ganz selten. Ich träume komisch. Meine Träume deuten zu lassen, fände ich mal cool, denn was kann man aus Morseblubbern mit Walen in der Nordsee herauslesen? (Und der anschließenden Tanzstunde mit One Direction im schwedischen Palast?)

Achso, sollte ich erwähnen, dass ich besonders gerne Fantasy lese? Es rutscht immer mal wieder auch ein Liebesroman dazwischen und weil man die so schnell weglesen kann, habe ich da wohl auch mehr Rezensionen zu verfasst, aber Fantasy gehört mein Herz. Ich lese auch ganz gerne Sci-Fi oder Dystopien und möchte in diesem Jahr mehr Gesellschaftskritische Bücher über Themen wie Rassismus, Queerness und Flüchtlinge lesen.

Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Auf Buch & Gewitter blogge ich seit Oktober 2017, meinen allerersten Blog habe ich aber im November 2015 gestartet. Da dieser sehr schlecht gelaufen ist – ich hatte von Vernetzung keinen Plan – wurde er Sommer 2017 auf Eis gelegt und ich habe einen Neustart gewagt. Zum Bloggen allgemein bin ich gekommen, weil ich gerne über Bücher sprechen wollte, aber zu schüchtern und schlecht ausgestattet war, um einen Youtube-Kanal zu eröffnen. Außerdem formuliere ich Texte sehr viel besser, als einfach drauf los zu reden. Und da in meinem Freundeskreis kaum jemand so schnell und viel wie ich gelesen hat, war ich immer recht alleine mit meiner Begeisterung, musste sie aber irgendwie raus lassen und hatte auf verwandte Leserseelen gehofft, denen es genauso geht.

Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Ich hänge meinen Blog nicht gerne an die große Glocke, keiner soll ihn lesen, weil er sich verpflichtet fühlt, das zu tun, sondern weil er ihn gerne liest. Aber meine Familie und Freunde wissen, dass ich einen Blog führe, kümmern sich aus unterschiedlichen Gründen aber nicht wirklich darum. (Meine Eltern, weil sie noch 3 Kinder Zuhause haben und arbeiten gehen und meine Freunde, weil die Themen sie kaum interessieren.) Meine Dozenten wissen von nichts und auch bei Kommilitonen bin ich vorsichtig, denn ich glaube, dass sie den Blog dann aus einem wissenschaftlichen Standpunkt betrachten würden und das ist er nicht.

Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

JA! Ich mag Social Media echt gerne und hatte bisher großes Glück mit den Personen, denen ich folge und die mir folgen, in meiner Timeline gibt es kaum Negativität und das schätze ich an der Buchwelt so sehr. Ich bin auf Instagram, Twitter und Goodreads zu finden. Facebook habe ich notgedrungen und finde die Plattform eher doof. Folgen kann mir jeder, der gerne mag, einfach den entsprechenden Button drücken.

Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sein ehrlich.)

Ehrlich, ja? Bitte: Ich mag es nicht, dass Reichweite oft mehr geschätzt wird als Qualität. Wann immer ich sehe, dass berümte*r Blogger*in XY schon wieder ein tolles Rezensionsexemplar bekommen hat, es dann aber in der Rezension mit nichtssagenden und flachen Sätzen abspeist, stört mich das. Ich verstehe, dass man als Verlag natürlich möglichst viele Menschen erreichen will, aber dennoch nehme ich eine ausführliche Rezension sehr viel ernster, als ein paar kurze Sätze. Ich würde mir also wünschen, dass Blogger*innen mehr nach ihrer Leistung, als nach ihren Follower- oder Leserzahlen beurteilt werden.

Was magst du an der Bloggerwelt?

Die – meistens – höflichen, respektvollen Diskussionen und Austausche. Bisher konnte ich mit noch niemandem auf einer so tollen Ebene diskutieren, wie mit Bloggern. Andere Meinungen werden akzeptiert, Standpunkte sachlich dargelegt und belegt und dieser Austausch macht diese Community zu etwas Besonderem. Auch mag ich die Nachdenklichkeit der Blogs, denen ich folge, mag, wie Verhältnisse und Rollen hinterfragt werden und allgemein kritisch betrachtet wird. Ich liebe es, dass Bücher und Blogger*innen gleichermaßen mir etwas beibringen können, meine Sicht auf die Welt verfeinern und schulen. Ich lerne selten so effektiv und mühelos, wie beim Lesen einer Rezension.

Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“ oder liest du als z.B. Buchblogger nur Buchblogs?

Ich lese viel mehr Buchblogs, als andere, aber nicht ausschließlich. Mit Lesen als Hobby interessieren mich Buchblogs am meisten, aber ich liebe auch Innendesign und Reisen und lese deswegen gerne mal in einen Reise- oder Modeblog rein. Lifestyleblogs decken das meistens sehr gut ab, aber ich halte diese Welten ganz gerne getrennt, weil es entspannender ist und meinen Feed nicht so bunt durcheinander gestaltet. Was das angeht mag ich Ordnung ganz gerne ^^‘.

Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Abgesehen von meinen liebsten Buchblogs die ich schon in der Seitenleiste vermerkt habe, lese ich ganz gerne bei Freddy My Love, obwohl sie seit 2017 nicht mehr postet. (Aber da ich eh noch nicht alle Beiträge gelesen habe, kann ich ja immer noch vorbei schauen.) Lily Pebbles habe ich auch im letzten halben Jahr für mich entdeckt und schaue ganz gerne bei ihr vorbei. Booksandquills hat dabei die perfekte Mischung aus Literatur und Reisen, außerdem mag ich die quirlige Holländerin. Ansonsten lese ich immer mal woanders, gucke mir die Blogs meiner Abiturklasse an, wenn jemand ins Ausland geht und darüber schreibt. Im Prinzip würde ich jedes Bloggenre lesen, solange ich eine Bindung zu der Person aufbauen kann. Mir muss der* die Blogger*in sympathisch sein, dann lese ich auch etwas über Physik oder Umwelt.

Danke, liebe Steffi, dass du diese tolle Aktion erneut ausrichtest, ich habe mich gerne mit diesen Fragen auseinander gesetzt. 🙂