Zuerst ein kleines Update: Mir tun gerade Arme und Schultern vom (Büchertaschen) schleppen weh, aber ich tippe tapfer diesen Post. Denn immerhin war das meine erste offizielle Buchmesse als Blogger (Inklusive Visitenkarten und so) und frau – ich hatte einen Riesenspaß.

Aus meiner normalen Leser-Erfahrung heraus hatte ich beschlossen nur zwei Tage nach Leipzig zu fahren. Ein wenig bereue ich zwar, dass ich einige coole Veranstaltung verpasst habe, allerdings war meine zeitige Abreise bei dem ganzen Schneechaos ganz angemessen, denn WARTEN musste ich viel. Natürlich gibt es noch viel schlimmere Erfahrungsberichte als meinen, aber nervenaufreibend war es trotzdem. Aber genug vom Schnee, hier soll es zuerst um Bücher gehen.


Freitag, 16. März 2018


Was ich alles gemacht habe:

#Anfängerfehler – Ich habe natürlich nicht geschnallt, dass ich mit einem PRESSEausweis, auch ins PRESSEzentrum zur Akkreditierung musste. Ich bin also der Dussel gewesen, der vor dem Drehkreuz am Eingang gemerkt hat, dass er kein fancy Bändchen hatte, wie alle anderen Blogger und Pressevertreter. Und bin dann natürlich nochmal zur Garderobe gerannt, um meine bereits abgegebenen Sachen zurückzufordern, erneut raus in den den Schnee zu stürzen und den ganzen Weg zurück durch die Sicherheitskontrollen zum Eingang des Pressezentrums zu gehen. Hach. Kleine Pannen machen das Leben bunter.

#Lesungen – Durch Zufall durfte ich Neal Schusterman beim Vorstellen seines zweiten Bandes der Scythe-Reihe zuhören. Auch wenn mich das Buch selber total erschreckt hat, ist der Autor ein super sympathischer Mann, seine philosophischen Ansätze und Gedankenspielerein, die er in seinen Bücher verarbeitet, finde ich sehr spannend und inspirierend. Bei seinen Büchern muss der Leser selbst Position beziehen und denken, denn Schusterman selber gibt keinen Lösungsansatz.

The greatest achievement of human race was not conquering death but getting rid of all politicians. – Neal Schusterman über Sctyhe: Hüter des Todes

Zudem hat er verraten, dass die Filmrechte für Scythe an die Universal-Studios verkauft wurden. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir einen Film bekommen, zuerst muss ein Team gesammelt werden und das Drehbuch geschrieben. Obwohl Schusterman selber auch Drehbücher schreibt, wird er das zu Scythe nicht adaptieren. final1521481984969

Sitzen bleiben konnte ich auch gleich, weil im Anschluss Bianca Iosivoni gelesen hat und da musste ich natürlich zuhören. Ich freue mich – mittlerweile – sehr auf Band 2 ihrer Dilogie Soul Mates, das nächsten Monat erscheinen wird. Sie hat auch ein bisschen was zu Sturmtochter erzählt, ihrer neuen Fantasy-Trilogie, die im Sommer bei Ravensburger erscheinen wird. Es spielt in Schottland, beschäftigt sich mit Elementen und dem kontrollieren dieser und natürlich einer kleinen Romanze. Alles dazu findet ihr hier. Ich denke, dass das ziemlich cool klingt.

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#Ständewanderung – Der Hauptteil meiner Buchmesse war das erkunden der Verlage und ihrer Stände. Ich habe Herz aus Schatten bei Carlsen gestreichelt (Ist vorbestellt, weswegen ich es nicht kaufen durfte.); Save Me, Berühre Mich. Nicht, Der letzte erste Kuss bei LYX gewunken (Da war es einfach immer ultra voll.); einen sehr schönen Papierliebe-Stand gefunden (Mana Makena); eine neue Ausgabe der Hobbit Presse ergattert, Bookish Teas gekostet (Schmeckt halt wie Tee.) und mich vom Trubel mitreißen lassen.

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Mana Makena Stand
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Bookish Teas Verkostung feat. meine komische Hand

Wen ich alles getroffen habe: 

Zuallererst habe ich Marie Graßhoff am Drachenmond-Stand erwischt. Das war mein großes Ziel für den Tag, denn wenigstens ein Buch wollte ich mir gönnen. Tja, ich habe nicht ganz mit diesem Ungetüm (Kernstaub – Über den Staub an Schmetterlingsflügeln; 900+ Seiten!) gerechnet, aber Marie war super nett, sodass ich a) nicht Nein sagen konnte, als sie mir das Buch mit „Es sind nur noch 5 Exemplare da“ schmackhaft machen wollte und b) es außerdem signiert bekommen konnte. Marie steckt super viel Aufwand in ihre Unterschrift, das finde ich richtig toll. Außerdem hat meine Autoren-Stummheit bei ihr fast gar nicht eingesetzt, was noch ein weiterer Pluspunkt ist.

Als nächstes und ganz überraschen habe ich Isabella vom Blog Noch mehr Bücher getroffen, denn sie war auch bei Neal Schustermans Interview anwesend und nach ein bisschen Mut tanken (So circa das ganze Interview lang), habe ich sie dann endlich angesprochen und sie war richtig nett und lieb, nur leider in Eile, weil sie ihr Scythe-Exemplar signiert haben wollte.

Obwohl ich Soul Mates – Flüstern des Lichts bereits kenne, habe ich mich bei Bianca Iosivoni trotzdem nochmal angestellt, weil ich endlich mal meine Dankbarkeit und Freude über ihre Bücher zum Ausdruck bringen wollte. Das habe ich auch halbwegs hinbekommen und Bianca war richtig süß.

In der Signierschlange zu Bianca Iosivoni  habe ich dann – ein wenig awkward – Carla von Das unglaubliche Bücherchaos angesprochen, die auch voll lieb war. Leider war ich nach meinem kurzen Gespräch mit Bianca so erleichtert und durch den Wind, dass ich sie glatt stehen gelassen habe. Zum Glück war sie nicht alleine da. Ich übe das mal noch mit dem Leute ansprechen.

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Und das war es auch schon. Ich bin noch ein wenig durch die Hallen gewandert und dann ging es schon weiter nach Halle, wo ich bei einer Freundin übernachten konnte. Dieses Schneechaos war übrigens mit Sommerreifen nochmal viel gruseliger.


Samstag, 17. März 2018


884910DA-B0D9-4044-ADEC-3DC68F913FF2Mein Samstag ist leider nicht so gelaufen wie geplant. Eine zeitige Anreise zur Messe war aufgrund des heftigen Schneefalls mit der Bahn nicht möglich und der Schienenersatz von 2 Bussen war ausgesprochen dürftig. Neben zwei Stunden warten und ständigem Hin-und-Her-rennen von Gleis zu Bushaltestelle war es natürlich überfüllt von Menschen und das Gerangel, das folgte, wenn ein Bus hielt, war beängstigend. Ich war richtig erleichtert als ich es mit meinem Reisegepäck in einen Bus geschafft hatte. Ab dann ging alles relativ schnell, aber für nächstes Jahr werde ich mir definitiv eine Übernachtungsmöglichkeit näher an der Messe suchen und wenn ich zelten muss!

Was ich alles gemacht habe:

#lovelybookscommunitytreffen: Ich habe diesmal rechtzeitig davon erfahren und konnte mir eine Einladung sichern und hatte somit ein wunderschönes Event zu besuchen. Lovelybooks hat das Treffen super organisiert, tolle Goodie-Bas gepackt und ein schönes Programm auf die Beine gestellt. Das Interview mit Alana Falk und Laura Kneidl war sehr angenehm und locker, die beiden Autorinnen haben sehr ehrlich und offen über die Hochs und Tiefs des Autor-Seins geredet und Marina war eine tolle Gesprächsmoderatorin. Ich hätte am liebsten selber mitgeredet und ich denke, dass es anderen Zuhörern ähnlich ging. Nach dem Interview konnten Bücher signiert werden und Fragen gestellt und dann hatte das LB-Team sich noch eine tolle Book-Mates-Aktion ausgedacht. In jedem Goodie-Bag gab es nämlich eine Karte mit dem Namen eines Buchcharakters und man sollte unter all den anderen Gästen seinen Gegenpart finden. Leider habe ich meinen nicht gefunden, wer also eine Theresa aus „Mein bester letzter Sommer“ sucht – Hier!

Wen ich alles getroffen habe:

Noch vor dem Loveybooks-Treffen habe ich nach Tina Köpke gesucht, um mir „125 Tage Leben“ signieren zu lassen. Ihre Lesung eher am Tag hatte ich leider verpasst, aber „Hallo“ sagen wollte ich trotzdem. Und sie war so nett und verständnisvoll und hat mich sogar meinem Blog zuordnen können. Ich bin innerlich total ausgeflippt, aber meine Autoren-Stummheit hat nur das „Ja, genau“ durchkommen lassen. Dann hat Tina noch ein Foto mit mir gemacht, was ich beinahe vergessen hätte und wenn ich ehrlich bin, mag ich mich selber auf dem Bild gar nicht (Hallo, rosa Gesicht und tief gerutschte Brille! Leider ist mein Wichtel-Ich durchgekommen.), aber Tina war so lieb und happy, dass ich es trotzdem mag.

Die letzte Stunde habe ich mit Isabella und Kiera (@ Skepsiswerke) verbracht, die sich beide schon kannten und zusammen sind wir dann noch ein bisschen über die Messe geschlendert, ehe ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof gemacht habe. Ich musste auf meinen Zug zwar etwas (2h) warten, aber letztendlich habe ich es bis zu meinen Eltern geschafft und konnte noch ein wenig Schlaf nachholen, ehe es am nächsten Tag zurück in die Unistadt ging.

Danke fürs Lesen, ich hoffe, ihr hattet eine tolle Messe, wenn ihr da wart. Und auch sonst hattet ihr hoffentlich ein schönes Wochenende.

2 thoughts on “Messebericht #LBM18: Von Schneeabenteuern & Buchmenschen”

  1. Hallo Friederike,
    Danke, dass du uns mit auf deine Messe genommen hast. Es hat großen Spaß gemacht deinen Bericht zu lesen. Ich habe Neal Shusterman auch quasi versehentlich getroffen und konnte mir, abseits der offiziellen Signierstunde, ganz entspannt mein Exemplar von Scythe signieren lassen. Das mit der Stummheit kenne ich leider nur zu gut. Es war ein absoluter Fan-Girl-Moment und mir fiel nichts Schlaues ein. Auf jeden Fall ein sehr sympathischer Autor, der wunderbare Bücher zum nachdenken schreibt.
    Hab einen guten Start in die neue Woche
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

    1. Haha,
      meine Buchmesse war auf jedenfall ein denkwürdiges Ereignis. Freut mich, dass es dir gefallen hat. In solchen Fan-Momenten was Schlaues zu sagen ist aber auch verflixt schwer, gerade wenn einem so viele Gedanken durch den Kopf schießen. Oder eben gar keine.
      Ich hatte einen ganz guten Start in die Woche, ich habe eine Menge geschafft. Ich hoffe, du warst auch zufrieden.
      Alles Liebe, Frizzi.

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