Seit ich mich erinnern kann, war Star Wars in meiner Familie präsent. Wir haben alle die Filme gesehen, mit meinem Bruder zusammen habe ich „Lichtschwertkämpfe“ geführt und ihm bei seinen Star-Wars-PC-Spielen über die Schulter schauen dürfen. Star Wars spielt auch heute noch eine große Rolle in meinem Leben. Meine erste Romanidee war in diesem Universum angesetzt und ich lese begeistert die Bücher. (Ich muss aber gestehen, dass es bisher nur ein Buch außerhalb der Filmreihe ist.) Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich ein Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zu Rogue One bekommen habe. Ich fand diesen Film super, vor allem, da er um einiges düsterer ist.

Jyn Erso lebt das Leben vieler Frauen, seit ihre Eltern von dem Mann in Weiß aufgesucht worden waren und ihr bisheriges Leben zerbrach. Doch das liegt so lange zurück, dass sie sich kaum noch daran erinnern mag. In einem imperialen Arbeitslager gefangen sieht sie dem baldigen Ende ihrer Tage entgegen, als ein Trupp Rebellen den Transporter, in dem sie sitzt, überfällt und Jyn „Zwangsbefreit“. Eine Gnadenfrist soll sie motivieren für die Rebellen einen Kontakt zu einem alten Bekannten herzustellen. Doch dabei muss Jyn sich der Vergangenheit stellen, die sie verzweifelt versucht wegzusperren.

Der Roman von Alexander Freed behandelt zwar dieselben Figuren und Handlungen wie der Film, doch ist die Darstellung ein wenig anders. Ich mochte diesen neuen und unerwarteten Einblick in die Köpfe der Figuren, die ich aus dem Film kannte und liebte. Man erfährt eine Menge mehr über die inneren Konflikte von Jyn und Cassian, die auf der Leinwand einfach nicht sichtbar gemacht werden konnte. Dass Jyn dabei eine leicht andere Darstellung erhält, als – wie ich fand – der Film zeigte, hat mir nicht ganz so gepasst. Felicity Jones hat Jyn einen wunderbaren vielschichtigen Charakter gegeben, der sich weniger von Rebell-vs-Imperialer Denkweise leiten lässt, als vielmehr von der Überzeugung was richtig und falsch ist. Die Jyn im Buch allerdings schien die ganze Zeit davonlaufen zu wollen und wäre am liebsten gar nicht involviert in die Machtkämpfe. Das hat meine schöne Vorstellung von Jyn als Heldin ein bisschen zerstört. Aber es war dennoch gut! Ich kann nicht behaupten, dass unplausibel wirkte oder ungerechtfertigt. Es passte mir nur eben nicht in den Kram.

Zudem gab es einen sehr interessanten Einblick in den Kopf von Direktor Krennic. Der ähnelt meinem schon gewonnen Eindruck sehr, Krennic ist ein strebsamer Emporkömmling in den Reihen der Imperialen, der vor allem auf Erfolg aus ist und weniger auf moralische Richtlinien achtet. Sein persönlicher Feind ist dabei Großmoff Tarkin, der ihm seinen Erfolg unter der Nase wegstiehlt.

Mochte ich Krennic im Film gar nicht, habe ich seine Kapitel im Buch immer sehr gemocht, es war absolut faszinierend zu lesen, wie er auf viele Dinge reagiert.

Ich kann dieses Buch den Fans nur empfehlen, obwohl ich es empfehlen würde mit ein wenig zeitlichem Abstand zum Film zu lesen. Ich hatte oft Probleme weiterzulesen, da die meisten Szenen eben bekannt waren und es manchmal „langweilig“ wurde.


Autor: Alexander Freed • Titel: Rogue One – A Star Wars Story • Verlag: penhaligon • Seiten:447 • Format: Klappenbroschur, eBook • Preis:14,99 (TB), 11,99 (ePub) • Erscheinungstermin:22.05.2017 • Neugierig? 

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