{"id":3584,"date":"2019-07-25T10:39:41","date_gmt":"2019-07-25T08:39:41","guid":{"rendered":"https:\/\/buchundgewitter.de\/?p=3584"},"modified":"2019-11-10T09:47:31","modified_gmt":"2019-11-10T08:47:31","slug":"die-prophezeiung-des-magischen-steins-von-stephan-m-rother","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buchundgewitter.de\/?p=3584","title":{"rendered":"Die Prophezeiung des magischen Steins\u2502Stephan M. Rother"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"4032\" height=\"3024\" src=\"https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2a08d6f2-cf00-4d33-a208-09a5b6d93cfd.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3589\" srcset=\"https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2a08d6f2-cf00-4d33-a208-09a5b6d93cfd.jpg 4032w, https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2a08d6f2-cf00-4d33-a208-09a5b6d93cfd-300x225.jpg 300w, https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2a08d6f2-cf00-4d33-a208-09a5b6d93cfd-768x576.jpg 768w, https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/2a08d6f2-cf00-4d33-a208-09a5b6d93cfd-700x525.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 4032px) 100vw, 4032px\" \/><figcaption>*Rezensionsexemplar<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ich habe dieses Buch im Oktober 2018 als Rezensionsexemplar angefragt, weil ich das Cover so sch\u00f6n fand und es auch recht vielversprechend klang. Ich hatte erst einige Wochen zuvor &#8222;Die Gef\u00e4hrten&#8220; von J. R. R. Tolkien beendet und wollte etwas \u00e4hnlich fantastisches Lesen. Nach vielen Startschwierigkeiten habe ich mir eine gebrauchte Printausgabe des Buches gekauft, weil ich mit dem eBook absolut nicht voran kam. Nach dem Lesen bin ich froh, dass ich so wenig Geld f\u00fcr das Printbuch bezahlt habe und es ohne schlechtes Gewissen weiterverkaufen kann. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"text-align:center\">Darum gehts <\/h4>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>Dafydd lebt als Weise im Palast von G\u00fcldenthal und soll zum Barde ausgebildet werden. Seine Freundschaft mit Prinzessin Livia bringt ihn allerdings in Schwierigkeiten, als eine Bedrohung eine w\u00fcrdigen Thronfolger fordert und der K\u00f6nig Dafydd nicht in der N\u00e4he seiner Tochter sehen m\u00f6chte. Zusammen mit dem Barden Palatin wird Dafydd ausgeschickt, um sich ein Bild vom Zustand des Reiches zu machen, denn die lange zur\u00fcckgezogenen Trolle scheinen sich wieder zu erheben und zu formieren. Auf dem Weg findet Dafydd allerdings einen Stein, der den Lauf der Geschichte ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" style=\"text-align:center\">Meine Meinung<\/h4>\n\n\n\n<p>Ich hatte viele Probleme mit diesem Buch. Wenn man es aufschl\u00e4gt, f\u00e4llt zuerst auf, dass es keine Kapitel gibt. Es wird einfach alles in einem St\u00fcck erz\u00e4hlt, was nach einer Weile nicht mehr so schlimm war, mir aber trotzdem einen \u00dcberblick und Anhaltspunkte \u00fcber die Handlung verwehrt hat. Die Orientierung im Buch selber ist so sehr schwierig. Des weiteren w\u00e4re eine Karte des Reiches dringend n\u00f6tig gewesen, um die Reise nachzuvollziehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Plotloch mit der Zeit gibt, kann es aber ohne Karte nicht nachweisen. Und zur Orientierung w\u00e4re es nat\u00fcrlich auch gut. Abgesehen von der Handlung habe ich zudem noch ein Problem mit dem Schreibstil. Ich fand, dass der geschwollene, \u00fcberdramatische und pathetische Stil nicht zu der eher flachen Handlung und Atmosph\u00e4re passte. Das Buch wurde konsequent mit einer nonchalanten Note erz\u00e4hlt und dazu passten viele Ausdr\u00fccke einfach nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Als ich geschrieben habe, dass ich so etwas wie <em>Der Herr der Ringe<\/em> lesen wollte, hatte ich im Traum nicht daran gedacht, dass es sich hier um einen schwachen &#8211; und schwach verschleierten Abklatsch &#8211; ebenjenes Buches handeln w\u00fcrde. Das f\u00e4ngt bei Namen wie Erand&#8217;Or und Tiniriel an, geht weiter \u00fcber die unsterbliche Gruppe an Zauberern, die alle nach Farben benannt sind und wo der b\u00f6se Zauberer der Wei\u00dfe ist, und endet bei der einfallslosen Handlung um den Steintr\u00e4ger und seine Gef\u00e4hrten. Diese bestehen passenderweise aus jeweils einem Repr\u00e4sentanten der V\u00f6lker dieser Welt: Ein Zwerg, der scheinbar aus Spa\u00df sehr geschwollen spricht (Er klingt wie eine schlechte Shakespear-\u00dcbersetzung.), ein Halbelbe, der gro\u00df und blond und weise ist, eine Hexe, die schrullig, alt und h\u00e4sslich ist, ein Gnom, der dauernd Hunger hat und nur Schwierigkeiten macht, der Steintr\u00e4ger selber und &#8211; wahrscheinlich aufgrund der Frauenquote &#8211; das M\u00e4dchen, in den der Steintr\u00e4ger verliebt ist. Auch wurde sich wenig M\u00fche gegeben weitere Parallelen aus anderen Mythologien oder geschichtlichen Hintergr\u00fcnden zu verbergen. Je mehr ich \u00fcber die Welt dieses Buches erfuhr, desto eher verkn\u00fcpfte ich damit Dinge aus anderen B\u00fcchern oder Geschichte, anstatt etwas eigenes hinzuzuf\u00fcgen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Einzige, dass dieses Buch noch schlechter machen konnte, war die Nutzlosigkeit der Frauen. Bis kurz vor dem Ende waren alle Frauenfiguren (Drei an der Zahl), entweder sch\u00f6n und hilflos, ein Loveinterest und damit Plotdevice, oder verschroben und h\u00e4sslich. Der Richtigkeit halber muss ich aber zugeben, dass zumindest die Prinzessin zum Ende hin einen kleinen Nutzen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Aber zur\u00fcck zur Handlung. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass der Autor es sich sehr einfach gemacht hat.  50 % der Handlung bestehen aus Reisen. Es geht mal hierhin, mal dahin und immer liest man vom Wandern und Ersch\u00f6pfung und dem gro\u00dfen Hunger des Gnoms. Actionreiche Szenen, wie bei einer Flucht oder Kampf, gab es so gut wie gar nicht, es wurde einfach zur n\u00e4chsten Szene gesprungen, wo alles schon wieder in Butter war. Die H\u00e4lfte des Buches war ich gelangweilt. Ebenfalls wurden wichtige Dinge nicht erkl\u00e4rt, wie beispielsweise <strong>die Prophezeiung<\/strong> des magischen Steins. Es gibt keine. Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht besser &#8222;Der prophezeite magische Stein&#8220; hei\u00dfen sollte, denn abgesehen davon, dass der Stein auftaucht und einen Tr\u00e4ger w\u00e4hlt, wird in die Richtung nichts weiter erkl\u00e4rt: Wozu er da ist; ob etwas prophezeit wurde; was den Tr\u00e4ger erwartet. Nada. Am Ende hat der Stein nicht mal eine gro\u00dfe Rolle im Kampf gegen das B\u00f6se gespielt. Das einzige, was der Stein kann, ist schlechte Lieder in den Kopf seines Tr\u00e4ger pflanzen, womit dieser sich aus Situationen retten kann. Dass der Tr\u00e4ger immer wieder vergisst, dass ihn ein einfaches Liedchen aus so ziemlich allem retten kann, ist ja wohl klar. W\u00e4re auch zu einfach. Gesungen wird deswegen auch sehr wenig. Manchmal gibt es nicht einmal einen Text zum lesen. Ob der B\u00f6sewicht am Ende \u00fcbrigens besiegt wurde, wird auch nicht verraten. Der Held rettet sich aus seiner Situation und pl\u00f6tzlich sind alle B\u00f6sen weg. Wo sie hin sind kann man sich offenbar selber ausdenken. <\/p>\n\n\n\n<p>Ach, und alles ist nat\u00fcrlich witzig. Der Humor des Buches ist erm\u00fcdend gewesen, weil er dauernd auf der Dummheit der Figuren basierte und keine ernsten Situationen aufkommen lies. Es war frustrierend vom saloppen Gelaber der Hexe zu lesen, die wichtige Details immer verga\u00df und dabei mit Phrasen um sich warf, die nicht zum mittelalterlichen Setting gepasst haben. Dinge wie &#8222;quadratisch, praktisch, gut&#8220; bringe ich eher mit Rittersport-Schokolade in Verbindung, als mit einem Zwerg. Die Figuren bleiben erstaunlich flach, daf\u00fcr, dass sie 400 Seiten Zeit haben, sich zu entwickeln. Die Motive des B\u00f6sewichts sind schwach und stereotypisch (mehr Macht!) und das Potential, dass er mit seinen Rubinaugen (Ich rede von echten Steinen, offenbar hat er seine Augen durch Rubine ersetzt, steht da wirklich so.) und technischen Ger\u00e4tschaften hat, wird einfach nicht ausgesch\u00f6pft. Diese technischen Ger\u00e4te tauchen auch erst auf den letzten 50 Seiten pl\u00f6tzlich auf, vorher war es eine Welt mit Fackeln und Kronleuchtern und  pl\u00f6tzlich soll es da dampfbetriebene Kampfmaschinen geben. <\/p>\n\n\n\n<p>Schlussendlich bin ich vom Weltenbau mehr als entt\u00e4uscht, die Handlung war zum einschlafen und die Figuren eine Ansammlung an Stereotypen und Klischees. Eventuell kann man das Buch zum Einstieg in das Genre High Fantasy empfehlen, aber die Messlatte f\u00fcr Komplexit\u00e4t liegt sehr niedrig, so dass es nicht wirklich auf bekanntere Gr\u00f6\u00dfen des Genres vorbereiten kann. <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" style=\"text-align:left\">Die Prophezeiung des magischen Steins <\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\">Verlag: Thienemann | Seiten: 398 | Format: Taschenbuch mit Klappenbroschur, eBook | Preis: 15,00 \u20ac (TB); 11,99 \u20ac (ePub) | Erscheinungstermin: 17. August 2018 | <a href=\"https:\/\/www.thienemann-esslinger.de\/thienemann\/buecher\/buchdetailseite\/die-prophezeiung-des-magischen-steins-isbn-978-3-522-62164-9\/\">Link zur Verlagsseite<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p><strong>*Danke an NetGalley und den Verlag f\u00fcr die Bereitstellung eines digitalen Rezensionsexemplares. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe dieses Buch im Oktober 2018 als Rezensionsexemplar angefragt, weil ich das Cover so sch\u00f6n fand und es auch recht vielversprechend klang. Ich hatte erst einige Wochen zuvor &#8222;Die Gef\u00e4hrten&#8220; von J. R. R. Tolkien beendet und wollte etwas \u00e4hnlich fantastisches Lesen. 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