{"id":2222,"date":"2018-08-27T15:24:38","date_gmt":"2018-08-27T13:24:38","guid":{"rendered":"https:\/\/buchundgewitter.de\/?p=2222"},"modified":"2020-07-01T10:29:09","modified_gmt":"2020-07-01T08:29:09","slug":"six-of-crows-von-leigh-bardugo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buchundgewitter.de\/?p=2222","title":{"rendered":"Six of Crows von Leigh Bardugo"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2223 size-large aligncenter\" src=\"https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2018-08-27-02.15.42-1-700x393.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2018-08-27-02.15.42-1-700x393.jpg 700w, https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2018-08-27-02.15.42-1-300x168.jpg 300w, https:\/\/buchundgewitter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2018-08-27-02.15.42-1-768x431.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin \u2013 wie irgendwie nicht anders zu erwarten \u2013 etwas sp\u00e4t mit dieser Rezension. Ich habe den Hype um die Six of Crows Duologie nicht verpasst, ich hatte nur wenig Interesse daran die B\u00fccher zu lesen, bevor ich nicht die Grischa-Trilogie vorher beendet hatte. Das ist bisher aber noch nicht passiert und bis vor einer kurzen Leseflaute hatte ich auch kein Interesse daran etwas anderes aus Leigh Bardugos Feder zu lesen. Aber dann brauchte ich etwas Neues, etwas das ablenkt und gefangen nimmt \u2013 Tadaa! Ich habe die Dilogie gekauft.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #993300;\">Darum geht\u2019s<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Kaz Brekker bekommt einen Job angeboten, der absolut riskant und waghalsig, aber auch sehr ertragreich w\u00e4re. Also sucht er sich von den Stra\u00dfen des Gaunerviertels Ketterdams eine Crew von talentierten und merkw\u00fcrdigen Gestalten zusammen, um sie in eine so-gut-wie-Tod Mission zu f\u00fchren. Quer \u00fcber den Kontinent soll es gehen, nur um im sichersten Gef\u00e4ngnis \u00fcberhaupt eingebuchtet zu werden.<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #993300;\">Meine Meinung<\/span><\/h3>\n<blockquote><p><span style=\"color: #993300;\">&#8222;Being angry at Kaz for being ruthless is like being angry at a stove for being hot.&#8220;\u00a0 S. 98<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>\u00dcber die Handlung muss ich wohl nicht mehr viel erz\u00e4hlen, die Gruppe der sechs Tunichtgute ist divers, gef\u00e4hrlich und spannend und ich habe ganz klar Favoriten. Ich habe Jesper mit seinem Humor geliebt, Nina und Inej f\u00fcr ihre ehrliche, zarte Freundschaft (Frauenfreundschaften!) und Kaz daf\u00fcr, dass man sich so gut wie immer auf ihn verlassen konnte. Matthias finde ich nach wie vor etwas anstrengend, obwohl er eine gute Entwicklung durchmacht und Waylen mag ich, weil er wie ich ist und dann doch wieder nicht, weil er wie ich ist. (Zumindest laut dem Charaktertest auf der Grishaverse-Webseite.) An Inej hat mich ihre Panik ein wenig gest\u00f6rt, obwohl diese wunderbar begr\u00fcndet und dargestellt worden ist.<\/p>\n<p>Wenn ich das Buch nach der St\u00e4rke des Plots einteilen m\u00fcsste, dann w\u00e4ren die Parts 1 und 2 definitiv meine liebsten, dann Part 5 und 6 und der Rest (Part 3 und 4) eher so lala. Die Stadt Ketterdam fasziniert mich definitiv am meisten und alle Szenen dort fand ich super spannend, gef\u00e4hrlich und atmosph\u00e4risch. Wann immer die Rede von den Stra\u00dfen und Br\u00fccken, Wasserkan\u00e4len und Banden war, habe ich mich zu 100 % dort gef\u00fchlt und ich finde die Idee eines Ortes, wo sich die verschiedenen Kulturen mischen und in sowas-wie-Harmonie leben, absolut faszinierend. Ich hoffe sehr, dass Crooked Kingdom viel in Ketterdam spielen wird.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #993300;\">&#8222;It&#8217;s just so much easier to kill people than take care of them.&#8220; S. 200<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Da es sich bei der Handlung haupts\u00e4chlich um den gro\u00dfen Auftrag handelt und die Reise dorthin ein bisschen beschwerlich ist, wird in dieser Zeit viel an Hintergrund zu den Figuren aufgebaut. Ich kann nachvollziehen, warum das so gemacht worden ist und kann nicht sagen, dass es nicht spannend war. Jede der Figuren hatte eine besondere, brutale und auch traurige Geschichte, haben Fehler, aber sind auch bereit zu k\u00e4mpfen. Dennoch hat es sich an dieser Stelle etwas gezogen, die aufeinander folgenden R\u00fcckblicke kamen meines Geschmackes nach zu schnell aufeinander und oftmals habe ich kurz vergessen, wer gerade mit Erz\u00e4hlen dran ist.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #993300;\">&#8222;Though he&#8217;d trusted her with his life countless times, it felt much more frightening to trust her with his shame.&#8220; S. 297<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Schreibstil ist f\u00fcr mich mit der beste Teil an dem Buch, er hat die Geschichte zum Leben erweckt und f\u00fcr mich hat Leigh Bardugo die perfekte Mischung aus Beschreibung und Dialog gefunden, nie habe ich &#8222;mehr&#8220; wissen wollen oder etwas unzureichend gefunden. Die Finesse, mit der sie den Einbruch geschrieben hat, beeindruckt mich sehr, all diese irren Ideen w\u00e4ren mir niemals in den Sinn gekommen.<\/p>\n<p>Bis zum Schluss war ich au\u00dferdem angespannt, weil irgendwas einfach schief gehen musste und meine Bef\u00fcrchtungen gingen in die richtige Richtung. Ich denke, das ist\u00a0 einer gewissen Vorhersehbarkeit geschuldet. Vielleicht ist das Teil von Leigh Bardugos Stil, aber immer wenn man denkt, dass toppt sie nicht mehr, setzt sie doch noch einen drauf und dieses Wissen hat vielem den Ernst genommen. Obwohl ich an einigen Stellen \u00fcberrascht war von der Dreistigkeit mancher Handlungen, hat es mich nie absolut geschockt. Entweder habe ich schon zu viele Romane mit einem \u00e4hnlichen Ton gelesen, oder werde einfach zu alt. Es war dennoch schwer von einigen Begebenheiten zu lesen, und ich habe sehr mit den Figuren mitgefiebert, weil die Autorin sie unglaublich gut verkaufen konnte.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color: #993300;\">&#8222;Us. A word without divisions or borders. It seemed full of hope.&#8220; S. 463<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Am meisten fasziniert mich immer noch die unterschiedlichen Figuren und die moralischen Grauzonen, die sie beschreiten. Wenn man etwas gut begr\u00fcnden kann, kann man praktisch jedes Verhalten rechtfertigen und das hat Leigh Bardugo in diesem Buch meisterhaft beherrscht. Setzte die Figur nur in eine Welt die grausam genug ist und Zack \u2013 Nichts von dem, was sie tut, ist pl\u00f6tzlich mehr schlimm. Dabei passieren in diesem Buch genug schlimme Sachen, auch von einigen sehr detaillierten Grausamkeiten, die ich so ganz bestimmt nicht erwartet hatte. Auf ein bisschen Brutalit\u00e4t sollte man also gefasst sein. (Aber wem erz\u00e4hle ich das, ihr habt das Buch doch bestimmt schon gelesen, oder?)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Verlag:<\/em> Orion\u00a0\u2022 <em>Seiten:<\/em> 495\u00a0\u2022<em> Format:<\/em> Taschenbuch\u00a0\u2022 <em>Preis:<\/em> 7,99\u20ac\u00a0\u2022 <em>Neugierig?<\/em> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1780622287\/ref=x_gr_w_bb?ie=UTF8&amp;tag=x_gr_w_bb_de-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742\">Amazon.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin \u2013 wie irgendwie nicht anders zu erwarten \u2013 etwas sp\u00e4t mit dieser Rezension. Ich habe den Hype um die Six of Crows Duologie nicht verpasst, ich hatte nur wenig Interesse daran die B\u00fccher zu lesen, bevor ich nicht die Grischa-Trilogie vorher beendet hatte. 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